Projekt Beschreibung

Virtual Reality bei Roche Pharma AG

Digitaler Zwilling macht das neue Bürogebäude von Roche Pharma AG virtuell erlebbar

Roche Pharma AG 
Emil-Barell-Straße 1
79639 Grenzach-Wyhlen
Deutschland

Themenfelder: Virtual Reality

Das Gesundheitsunternehmen Roche Pharma AG mit Sitz in Grenzach-Wyhlen entwickelt, produziert und vertreibt innovative Medikamente, diagnostische Tests und digitale Technologien. Diese tragen zur maßgeblichen Verbesserung der Lebensqualität von Menschen in der ganzen Welt bei. Dabei sind sie nicht nur in der Forschung und Entwicklung innovativ unterwegs, sondern auch bei der Nutzung neuer Technologien für die interne Kommunikation.

Herausforderung

  • Interaktive Erkundung des neuen Firmengebäudes
  • Mitarbeiter an virtuelle Technologien (VR/AR)
    heranführen
  • Weiterverwendung bestehender Daten/Dateiformate

Lösung

  • Kreativ-Workshop zur Findung der passenden Soft- und Hardwarelösung
  • HP Reverb mit leistungsstarker Workstation
  • 3D-Visualisierungssoftware Cadmium

Die passende Technologie finden

Es gibt nicht die Technologie oder den Ansatz, der immer passt. Es kommt immer auf das jeweilige Szenario, die Zielsetzungen und Anforderungen an. Gerade im sehr dynamischen Bereich der immersiven Technologien – wie Virtual Reality (VR), Augmented Reality (AR) oder Mixed Reality (MR) – kann es schwierig sein, die passende Software oder Hardware zu finden.

Daher startete auch bei der Roche Pharma AG das Projekt zunächst mit einem Kreativworkshop. In dem Workshop wurden die Anforderungen und Ziele definiert und ein erstes Kennenlernen der verschiedenen Technologien ermöglicht. Die Anforderungen waren klar definiert und viele Mitarbeiter der Roche Pharma AG hatten sich schon im Vorfeld eingehend mit der Thematik befasst. Die verschiedenen Technologien dann jedoch live zu testen, war eine ganz andere Erfahrung.

Einfache Weiterverwendung der Gebäudedaten

Eine der wichtigsten Anforderungen war dabei die Weiterverarbeitung der bereits vorhandenen Datenbestände bzw. zur Verfügung stehenden Datenformate. Hier hatte die Roche Pharma AG schon vorausgedacht und alle Informationen zum Bauprojekt anhand eines Open BIM Konzepts zusammengetragen. Mittels des Industry Foundation Classes Format (IFC) – einem offenen Standardformat im Bauwesen – ist so ein Datenaustausch des Gebäudemodells möglich. Ganz unabhängig davon, welche Softwarelösung die jeweiligen Projektbeteiligten verwenden.

Cadmium führt unterschiedlichste Datenformate – CAD-Modelle, Gebäudedaten (BIM), Daten aus Geo-
Informationssystemen (GIS) und Punktewolken – mühelos zusammen und optimiert diese direkt für die weitere Verwendung. Das neue Firmengebäude verfügt über Doppelböden mit vielen Stützen, wodurch eine erhöhte Datenmenge vorhanden ist. Dank der hervorragenden Performance von Cadmium konnten alle Elemente einwandfrei dargestellt und bestimmte Ebenen je nach Zielgruppe angezeigt oder ausgeblendet werden. Zuvor setzte die Roche Pharma AG eine andere Softwarelösung ein, die bei weitem nicht so leistungsfähig war. Ein Öffnen aller Stockwerke gleichzeitig war nicht möglich und manche Details mussten sogar entfernt werden. Zudem benötigte die alte Software über 1 Stunde, um die IFC-Datei zu öffnen. Cadmium importierte diese in 15 Minuten und öffnet Sie danach in wenigen Sekunden.

Nicht jeder Mitarbeiter kann 2D-Pläne verstehen

Vorteil besonders zu tragen. Für viele sind es abstrakte Linien und Größenverhältnisse schwer einschätzbar. In einer anderen Niederlassung wurde bereits eine neue Laboreinrichtung mittels VR überprüft. Hier sah für den Laborleiter der 2D-Plan auf den ersten Blick gut aus. Als er sein neues Labor virtuell in 3D erblickte vielen Kleinigkeiten auf, die die Arbeitsprozesse stark beeinträchtigt hätten. So wurde beispielsweise noch ein Tisch umplatziert oder die Anordnung der Laborgeräte angepasst.

Der digitale Zwilling des neuen Bürogebäudes ermöglicht es den Mitarbeitern nicht nur die neuen Räumlichkeiten kennenzulernen, sondern auch den Umgang mit dieser neuen Kommunikationsform. Auch die Projektleiter lernen noch vieles dazu. In der Testphase wurde beispielsweise eine günstigere Brille mit geringer Bildqualität eingesetzt. Dies führte bei einigen Mitarbeitern unter anderem zu Übelkeit. Durch die optimale Kombination von Hard- und Software in Form einer leistungsstarken Workstation und Cadmium konnte dies deutlich minimiert werden.

Auch für die Zukunft sind schon weitere Anwendungsszenarien bei der Roche Pharma AG in Planung. Hier steht vor allem die Nutzung von Augmented Reality (AR) im Rahmen der Instandhaltung im Fokus. Das vorliegende BIM-Modell soll mit Echtzeit-Daten aus anderen Systemen ergänzt werden, sodass diese ebenfalls über die VR-Brille abrufbar sind. So können beispielsweise Fehlermeldungen in Lüftungsanlagen schneller und einfacher behoben werden. Dabei kann der Techniker direkt vor Ort sein oder einen anderen Mitarbeiter aus der Ferne unterstützen.

Weitere Einsätze sollen zudem die Zusammenarbeit der Mitarbeiter verbessern. Hier spielen vor allem die virtuelle Teilnahme an Meetings und virtuelle Kreativworkshops eine Rolle. Gerade in den virtuellen Workshops arbeiten die Teams abgeschottet von der Außenwelt. So können sie sich vollständig auf die Aufgabe konzentrieren und ihrer Kreativität freien Lauf lassen.
Auch das jetzige Projekt wird im Rahmen des gesamten Gebäude-Lebenszyklus weitergeführt und bei der Planung und Realisierung möglicher Umbauten eingesetzt.

Fazit

Immersive Technologien wie VR, MR oder AR bieten ein großes Potenzial, das bislang nicht ausgeschöpft ist. Auch die Roche Pharma AG steht noch am Anfang ihrer Reise in die neue Dimension. Der Grundstein und die Planung für weitere spannende Projekt sind aber gelegt. Insbesondere die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter profitieren aktuell von der VR-Tour. Ein interaktives multimediales Erlebnis, um das Gebäude, Objekte, Laufwege und die gesamte
Architektur in 3D kennenzulernen.